
Als ich damals anfing, Anfang der Achtziger Jahre, mit dem "Aufschrauben der Heimorgel meines Vaters", Musik zu machen, hätte ich nie gedacht, dass ich auch im Jahr 2006 immer noch diesem Hobby nachgehe und deren "Produkte" durch den Erwerb von Synthesizern und Software ständig verbessere. Ich habe mittlerweile aufgehört zu zählen, wie viele Songs ich geschrieben habe, freue mich aber jedes Mal wieder aufs Neue, wenn ein weiterer Song fertig ist. Manchmal fehlt einem zwar einfach die Zeit, aber an so manchen Tagen habe ich so manche Stunde damit verbracht, so lange an einem Song zu feilen, bis er mir endlich gefiel. Kleinigkeiten, die anderen oft nicht einmal aufgefallen wären, haben mich da schon zur Weißglut gebracht, aber so bin ich nun einmal.
Wenn ich mir die Musik aus dieser Zeit anhöre, kann ich nur sagen: Grauenvoll!!! Auch wenn mein guter Kumpel, und Zimmer-Mitbewohner während der Ausbildung, Bernard (siehe Links) auf so manchen Song abgefahren ist und wir beim "Lauthören" dieser "Kompositionen" sehr viel Spaß mit den leicht genervten Zimmernachbarn hatten, so habe ich heute doch so meine Probleme mit den Songs. Da waren nicht nur die verstellten Potentiometer, nein, ich habe damals auch auf Spülbecken, Brotkästen und Schirmständern "getrommelt", was zwar soundmässig unwahrscheinlich reinhaut, aber eher eine Beleidigung für die Gehörorgane darstellt. Aber da so ziemlich jede Band der Achtziger Jahre einen, heute betrachtet, eher schwachen Anfang gehabt hat, stehe ich jetzt auch dazu. Es ist tut manchmal ganz gut, eine Entwicklung zu erkennen.
In dieser Zeit war ich äußerst produktiv. Endlich hatte ich mir Ende 1988 mein erstes YAMAHA-Keyboard zugelegt, mit dem man sogar schon Sounds editieren konnte. Der eingebaute Sequenzer hatte zwar nur 5 Spuren, aber mir boten sich zu der Zeit völlig neue Möglichkeiten. Das einzige Problem waren die Vocals, da ich diese immer noch auf Audio-Kassetten aufnehmen musste, während die Musik im Hintergrund lief. Im Laufe der Zeit hatte ich mir jedoch weitere Keyboards, ein Mischpult und zuletzt auch einen Synthesizer zugelegt, so dass ich meine Songs "quasi in einem Stück" aufnehmen konnte. Den Unterschied kann man sehr gut hören. Während dieser Zeit sind einige Songs entstanden, die ich in späteren Jahren "ge-remix-t" habe und dabei sind teilweise schon sehr zeitgemäße Songs entstanden.
Seit dieser Zeit arbeite ich ausschließlich mit Synthesizern. Leider hatte sich mein Privatleben zu sehr in den Vordergrund gestellt, so dass während dieser Jahre kaum fertige Songs entstanden sind. Diese waren, aufgrund der Musik der Neunziger Jahre, auch zu sehr auf "den weiblichen Refrain" ausgerichtet und da fehlte mir die Sängerin. Bei einigen Songs war die "Orchestration" komplett, die Songtexte habe ich aber nie geschrieben und es lediglich bei "Demo-Vocals" belassen und bin dann neue Songs angefangen. Dabei sind allerdings einige meiner absoluten Lieblingsstücke entstanden, die ich zum kleinen Teil doch noch wieder aufgegriffen habe und noch aufgreifen werde. Seit 1998 bin ich nun auch stolzer PC-Besitzer und konnte meine Songs endlich "vernünftig aufnehmen".
